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Motivation

Die von ASMERADE durchgeführte Untersuchung hat ergeben, dass die meisten Frauen in Tomegbé und den umliegenden Dörfern im Verhältnis zu den Männern mit einer deutlich höheren Arbeitslast konfrontiert sind, die ihnen wenig Zeit und Raum für Freizeit und Möglichkeit zur Beschäftigung mit ihren Kindern lässt. Aus diesem Grund ist es üblich, dass die kleinen Kinder meist sich selbst oder der Obhut der älteren Geschwister überlassen werden. Dies führt wiederum dazu, dass die Kinder im Alter von acht bis zehn Jahren häufig nicht in der Lage sind, die Grundschule zu besuchen, weil sie sich stattdessen um ihre jüngeren Geschwister kümmern müssen. Denn bisher gibt es keine öffentliche Einrichtung in Tomegbé oder der näheren Umgebung, die sich um die Belange (Bildung und etwas Gesundheitsaufklärung) der Vorschulkinder kümmert.

Der Mangel an Obhut, Bildung und Gesundheitsaufklärung führt neben der unzureichenden Infrastruktur (wie zum Beispiel das Fehlen des Zugangs zu sauberem Trinkwasser) dazu, dass viele der Kinder unter gesundheitlichen Problemen wie Diarrhö, Magen- und Darminfektionen und Malaria leiden und die Kindersterblichkeit noch immer erschreckend hoch ist. Hinzu kommt der erschwerte Zugang zu Bildung, die das Grundkapital jeglicher Entwicklung darstellt.

Diesen Missverhältnissen soll mit dem Projekt begegnet werden. Vorgesehen ist der Bau eines Kindergartens, der neben einer ausreichenden Anzahl an Unterrichtsräumen auch ein Krankenzimmer für die medizinische Grundversorgung der Kinder beherbergt. Langfristig soll der Kindergarten eingebettet werden in eine Strategie zur Aufklärung der Bevölkerung über Fragen der Gesundheit, Hygiene und Familienplanung.

Zu dem Projekt gehört das Ziel, vor der Fertigstellung des Kindergartens Patenschaften aufzubauen, um möglichst vielen Kindern dauerhaft die Möglichkeit zu bieten, den Kindergarten zu besuchen.

Die ganze Bevölkerung wird in das Projekt eingebunden und stellt ihre Dienste für die Umsetzung zur Verfügung. Aus der Bevölkerung ausgewählt werden auch die drei Betreuerinnen, die eine halbjährige Ausbildung an einem Institut in Kpalimé erhalten.

Hier: Originalversion der Projektbeschreibung (PDF)

 

 

 
 
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